|
Wenn Sie Nordic-Walking betreiben möchten, dann benötigen Sie neben guten Schuhen und einer funktionalen Kleidung noch Nordic-Walking Stöcke. Auch wenn das Angebot an Nordic-Walking-Stöcken recht übersichtlich ist, gibt es ein paar Dinge, die Sie beim Kauf wissen sollten. Nordic-Walking Stöcke werden meistens aus Carbon, einer Carbon-Glasfaser-Mischung oder aus Aluminium gefertigt. Im Gegensatz zu Metallstöcken überträgt ein Stock aus Carbon und Glasfaser keine Schwingungen auf Hand- Ellbogen- und Schultergelenke. Er ist vibrationsärmer und nimmt Schläge des Untergrunds wirkungsvoll auf, ohne sie an den Körper weiter zu geben. Darüber hinaus haben Stöcke aus Carbonfaser ein geringeres Gewicht und eine deutlich höhere Stabilität als Aluminiumstöcke. Spezielle Handschlaufensysteme gewährleisten einen optimale Kraftübertrag von der Hand auf den Stock. Durch die ergonomischen Handschlaufen verliert man den Stock auch dann nicht, wenn man ihn in der hinteren Armposition loslässt. Bei guten Stöcken kann übrigens das Handschlaufensystem bei Bedarf problemlos ausgetauscht werden. Einfache Stöcke haben eine Aluminiumspitze, die sich schnell abnutzen - höherwertige Stockspitzen aus gehärtetem Stahl sind dagegen extrem widerstandsfähig und langlebig. Bei teuren Stöcken mit langer Lebensdauer sollten sie dennoch nach intensivem Gebrauch austauschbar sein. Die Metallspitze sollte leicht abgeschrägt sein, damit sie beim Abstoß verbesserten Halt gibt. Für das Gehen auf Asphalt gibt es einen rutschfesten Kunststoffaufsatz. Dieser Aufsatz dämpft beim Nordic Walking auf hartem Untergrund den Aufprall und verbessert den Grip. Bei der Auswahl der Stöcke sollten Sie unbedingt auf die richtige Länge achten. Als Anhaltspunkt dient die Faustformel "Körpergröße, multipliziert mit dem Faktor 0,68". Für Anfänger und weniger ambitionierte Walker sind jedoch kürzere Stöcke besser geeignet.
Beispiel: 1,70m x 0,68 = 1,15m Stocklänge
Aufgrund der individuell unterschiedlichen Körpergrößen, Bein- und Armlängen, sind Formeln jedoch häufig ungenau. Genau so gut kann man daher die Stocklänge auch mit einem Praxistest ermitteln. Im geraden Stand wird der Oberarm am Körper angelegt und der Stock senkrecht aufgestellt. Jetzt sollte der Unterarm waagerecht stehen oder etwas nach unten geneigt sein. Eine Alternative zu feststehenden Nordic-Walking-Stöcken sind auch Teleskopstöcke. Diese bestehen aus zwei oder drei Stäben, die ineinandergeschoben werden können und mittels Spreizdübeln fixiert werden. Vorteilhaft ist der geringe Platzbedarf beim Transport und die Möglichkeit, die Stöcke an jede Körperlänge anzupassen. Wird der Verstellmechanismus richtig fixiert, besteht bei hochwertigen Stöcken auch keine Gefahr, dass der Stock unbeabsichtigt zusammenrutscht. Nachteilhaft wirkt allerdings das geringfügig höhere Gewicht und ein leicht vibrierendes Verhalten aus. Außerdem ist bei regelmäßigem Gebrauch die Haltbarkeit des Verstellmechanismus begrenzt – ein feststehender Stock hält ein Leben lang. |